23.06.2026

Richtig Abkühlen für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung

Nicht bewegen. Viel trinken. Sonst schwitzt man direkt. Gerade ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung sind besonders empfindlich, wenn die Temperaturen steigen. Wie werden Mitarbeitende und Bewohner:innen richtig abgekühlt?

Es wird noch heißer: Die Wettervorhersagen für das letzte Juni-Wochenende versprechen 40 Grad. Sonnenschein. Hitze und Luftfeuchtigkeit machen Mensch und Natur zu schaffen. Im Kretschmar-Huber-Haus haben Mitarbeitende und Bewohner:innen noch kühle Räume. Das ändert sich, sobald die Sonne aufgeht und auf die Fenster scheint. „Im letzten Jahr haben wir neue Fenster bekommen, das macht schon einen Unterscheid und natürlich bleiben die Jalousien geschlossen“, sagt Dani Sandescu, Pflegedienstleitung im Kretschmar-Huber-Haus.

Gelüftet wird in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, damit die stickige Luft raus geht. „In den Speisesälen stehen Ventilatoren, damit die Luft besser zirkuliert. Außerdem haben wir ein mobiles Klimagerät bekommen“, so Sandescu weiter. Klimageräte werden in den Altenhilfeeinrichtungen der Stadtmission Karlsruhe mit Bedacht eingesetzt. Zu groß die Gefahr, dass die Bewohner:innen auskühlen oder sich erkälten.

Gern werden an heißen tagen Eiskaffees gereicht. Außerdem Obst und leichte Speisen. „Für die Teams haben wir Eis gekauft, da freuen wir uns drauf und das sorgt für Abkühlung“, sagt Dani Sandescu. Zudem dürfen die Mitarbeitenden statt der Kasacks normale T-Shirts aus dünner Baumwolle tragen.

Abkühlung im Paul-Gerhardt-Haus

Im Paul-Gerhardt-Haus sieht die Strategie gegen Hitze ähnlich aus. Bei Menschen mit Behinderung, die in Rollstühlen mit Sitzschalen sitzen, staut sich die Hitze am Rücken. Hier muss öfters gefühlt werden, ob die Person warm ist. „Wir waschen die Bewohner:innen mit feuchten Handtüchern ab, sorgen für kühle Fußbäder und ziehen sommerliche Kleidung an“, sagt Judith Lim, Einrichtungsleitung im PGH. Ventilatoren kommen mit Bedacht zum Einsatz, gelüftet wird nachts, wenn es draußen etwas kühler geworden ist. „Das hilft natürlich nur, wenn es tatsächlich abkühlt in der Nacht.“

Grundsätzlich gilt: viel trinken, Wasser, Saftschorlen oder Tee, leichte Kost, nicht in der Mittagshitze in den Garten und aufeinander Acht geben – auf Bewohner:innen und Kolleg:innen.