22.07.2026

Statt Gelder zu kürzen: Bürokratie abbauen

In der Pflege und im Sozialbereich fehlt es oft nicht an Engagement, sondern an Zeit. Zu viel Zeit geht für Dokumentation, doppelte Datenerfassung und uneinheitliche Verwaltungsverfahren verloren. Die Antwort darf deshalb nicht sein, Leistungen zu kürzen. Die Antwort muss sein: Bürokratie abbauen, Prozesse vereinfachen und Digitalisierung sinnvoll nutzen.

Menschen brauchen Unterstützung. Keine Kürzungen. Weder der Leistungen und Angebote noch der Gelder. Deshalb beteiligt sich die Ev. Stadtmission Karlsruhe an der bundesweiten Kampagne #NichtAmMenschenSparen. Gemeinsam mit über 50 sozialen Trägern aus ganz Deutschland setzen wir ein klares Zeichen: Soziale Leistungen sind keine freiwilligen Ausgaben, sondern eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wenn gespart wird, spüren es die Menschen

Tag für Tag begleiten wir Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen: ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige und Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie brauchen verlässliche Hilfen.

Steigende Kosten, Fachkräftemangel und gleichzeitig wachsende bürokratische Anforderungen bringen soziale Einrichtungen jedoch immer stärker an ihre Grenzen. Werden Leistungen gekürzt oder notwendige Angebote nicht ausreichend finanziert, trifft das nicht Strukturen, sondern ganz konkret: die Menschen.

Bürokratie abbauen statt Leistungen kürzen

Die Kampagne #NichtAmMenschenSparen macht deutlich, dass Einsparungen möglich sind, ohne Menschen wichtige Unterstützungsangebote zu nehmen. Ein entscheidender Hebel ist der Abbau übermäßiger Bürokratie. Mitarbeitende in unseren Seniorenzentren verbringen täglich viel Zeit mit Dokumentation, unterschiedlichen Verwaltungsverfahren und mehrfachen Datenerfassungen. Diese Zeit fehlt dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird: bei den Menschen.

Digitale Prozesse, einheitliche Standards und weniger Verwaltungsaufwand würden nicht nur Einrichtungen und Pflegekräfte entlasten, sondern auch öffentliche Mittel effizienter einsetzen. Genau dafür setzt sich die Kampagne ein.

Unsere Verantwortung als diakonischer Träger

Als Ev. Stadtmission Karlsruhe verstehen wir unseren Auftrag darin, Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation zu begleiten und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dieses Engagement basiert auf christlichen Werten wie Nächstenliebe, Würde und Teilhabe.

Damit wir diesem Auftrag auch künftig gerecht werden können, braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine nachhaltige Finanzierung sozialer Arbeit. Pflege, Eingliederungshilfe und soziale Unterstützung dürfen nicht unter ständigem Spardruck stehen.

Gemeinsam ein Zeichen setzen

Mit unserer Teilnahme an #NichtAmMenschenSparen möchten wir auf die Bedeutung sozialer Arbeit aufmerksam machen und die Forderung nach einer zukunftsfähigen Sozialpolitik unterstützen.

Denn unsere Überzeugung ist klar:

Gespart werden kann an unnötiger Bürokratie und nicht an den Menschen.

Wer die Kampagne unterstützen oder sich näher informieren möchte, findet weitere Informationen auf der Kampagnenseite: Nicht am Menschen sparen. Gemeinsam können wir alle dazu beitragen, dass soziale Teilhabe, Pflege und Unterstützung auch in Zukunft verlässlich möglich bleiben.

Petition unterschreiben: openpetition.org/syykp