Evangelische Stadtmission Karlsruhe e.V.

Vom Handwerk in die Pflege

07.05.2018

„In der Pflege war ich im Paradies“

 

Vitali Penner hat ursprünglich einmal Maurer gelernt, Sergej Schlender Verpackungsmittelmechaniker. Beide wechselten in die Pflegebranche. Was motivierte sie dazu und wie geht es ihnen damit, wollten wir wissen.  


Vitali Penner sagte bei unserem Einführungskurs „Leben. Glauben. Handeln“: „In der Pflege war ich im Paradies“.  Das wollten wir genauer wissen. Wir fragten nach und er erzählte uns seine Geschichte:
„Ich habe Maurer gelernt und 12 Jahre in diesem Beruf gearbeitet, danach war ich 6 Jahre lang als Bauunternehmer selbstständig. Als das Geschäft gerade nicht so gut ging, habe ich aus Spaß im Computer auf eine Anzeige geklickt: "Pflegehelfer gesucht". Ich habe mich beworben und gleich einen Anruf bekommen. Tatsächlich habe ich dann nach einem halben Jahr berufsbegleitend die 1-jährige Ausbildung gemacht. An meinem ersten Tag in der Pflege habe ich gedacht, ich bin im Paradies. Warum? Weil die Arbeitsbedingungen, mit denen auf der Baustelle nicht zu vergleichen sind. Auf der Baustelle hatte ich bei schlechtem Wetter abends Wasser in den Stiefeln. In der Pflege arbeitete ich nicht nur im Trockenen, sondern erlebte vor allem das wertvolle Miteinander im Team und Freude an der Arbeit mit den älteren Menschen. Ich habe es bis heute nicht bereut und überlege, die fehlenden 2 Jahre Ausbildung zur Fachkraft nachzuholen...“  


Und was motiviert Sergej Schlender, der im Mai seine Weiterbildung zum Pflegedienst- und Heimleiter abschliessen wird?
„Wenn ich meine Bewohner lachen sehe, wenn es in ihren Augen blitzt, ich ihre Reaktionen sehe - dann weiß ich, dass ich am richtigen Platz bin. Es erfüllt mich, wenn ich mit meinen Kollegen zusammenarbeite, und das nicht am Fließband, sondern mit Menschen. Ich habe Verpackungsmittelmechaniker gelernt. Aber mit Menschen zu arbeiten ist anders, nicht wie ein Teil, das aus der Maschine kommt. Es kommt auf das Herz auf die Empathie an. Das hat mich bewegt, in die Pflege zu gehen und mich fachlich weiterzuentwickeln.“

 

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